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Geschäft DIY - das Bauernmarktl Vomperbach

Als 2014 das örtliche Nah und Frisch-Geschäft pensionsbedingt schloss, stand der Weiler Vomperbach ohne Nahversorger da ohne Hoffnung auf Neuansiedlung. Eine Gruppe aktiver Frauen hat daraufhin das Bauernmarktl Vomperbach gegründet und ihre Versorgung in die eigenen Hände genommen.
Geschäft DIY - das Bauernmarktl Vomperbach

Bundesland

Tirol

Themen

Umweltschutz & Nachhaltigkeit

Initiative/Person/Verein

Bauernmarktl Foodcoop eV

Webseite

http://onlinemarktl.at/

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Das Bauernmarktl fußt auf der Idee der Foodcoop. Nur dass diese spezielle Foodcoop als Ziel nicht nur die Versorgung der Bevölkerung mit regionalen Produkten hat sondern auch ein Vollsortiment mit regionalen Produkten bietet.

Derzeit umfasst das Angebot 2000 Produkte regionaler Hersteller und deckt den Bedarf an Lebensmitteln nahezu vollständig ab. Dabei wird auf Regionalität, Tierschutz, organischen Anbau, gute Arbeitsbedingungen bei den Lieferanten, Plastikfreiheit etc. großer Wert gelegt.

Das Bauernmarktl ist durch und durch solidarisch organisiert, die Arbeit wird im Ehrenamt erbracht.

Durch den solidarischen Charakter ist es gelungen, dem Weiler eine neue "Dorfmitte" zu geben. Es ist wieder was los, es gibt wieder einen Ort sich zu treffen. Gerade während der Krise konnte die ältere Bevölkerung gut mitversorgt werden.

Bauernmarktl - ein Projekt, das uns Hoffnung gibt.

Welche Wirkung hat das Projekt auf die Gesellschaft und das Zusammenleben?

Es ist ein starkes Zeichen. Aktive Frauen schließen sich zusammen und "basteln" sich ein Versorgungsprojekt vor ihrer Haustür. Dabei wird auf die Kooperation mit lokalen Bauern gesetzt.

Neben gesunden, regionalen Lebensmitteln verhindert das Marktl das Auspendeln in andere Ortschaften, um dort die Grundbedürfnisse an Lebensmitteln zu decken. Die Versorgung mit Lebensmitteln ist wieder in die Dorfmitte zurückgekehrt.

Dort findet wieder etwas statt, etwas das ein kräftiges Lebenszeichen von sich gibt.

Wie nachhaltig ist das Projekt? Bezogen auf Vorbildwirkung und Umwelt.

Die regionale Versorgung ist ein deutliches Zeichen gegen Transit hin zu mehr Versorgungssicherheit. Der regionale Individualverkehr wird durch Vor-Ort-Versorgung eingedämmt.

Der Verein unternimmt große Anstrengungen in Richtung Plastikfreiheit und entwickelt mit den Lieferanten Konzepte zur Plastikvermeidung. Und durch die Bestellung bei örtlichen und regionalen Kleinbauern setzen wir auf naturnahen und zu einem großen Teil auch biologischen Anbau.

Durch Vorträge, Kochkurse und Hoftage unterstützen wir unsere Mitglieder auch, das heimische Lebensmittel für sich neu zu entdecken.

onlinemarktl.at

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