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OMA/OPA-Projekt – Allianz der Generationen

Im OMA/OPA-Projekt erhalten Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Familien – insbesondere mit Migrationshintergrund – inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung von freiwilligen "Lernomas und Opas".
OMA/OPA-Projekt – Allianz der Generationen

Bundesland

Wien

Themen

Bildung & Ausbildung

Initiative/Person/Verein

Verein NL40

Webseite

www.nl40.at/oma-opa-projekt

Abgegebene Voting-Stimmen

359

„Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung zu gewährleisten und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle zu fördern“ – lautet Ziel 4 der UN-Agenda für nachhaltige Entwicklung. In Österreich entscheiden die Herkunft und der sozioökonomische Status der Eltern, ob junge Menschen ihr Bildungspotenzial entfalten können. Diese Ungleichheiten haben sich in der Coronakrise verschärft. Fehlen soziale Ressourcen außerhalb der Schule bekommen junge Menschen oft zu wenig Unterstützung.

Im OMA/OPA-Projekt erhalten Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Familien – insbesondere mit Migrationshintergrund – genau diese von freiwilligen "Lernomas und Opas". Die generationsübergreifenden Lernpaare kommen zwei Mal wöchentlich für zwei Stunden in den Projekträumen in Wien, Krems und Amstetten zusammen. Sie lösen Schulaufgaben und üben sinnerfassendes Lesen. Spielerisches und soziales Lernen werden gefördert. Dabei entstehen langfristige Beziehungen und Freiwillige begleiten oftmals als MentorInnen auf dem Bildungsweg und bei den ersten Schritten ins Berufsleben. Ein ExpertInnenteam unterstützt die Lernpaare vor Ort. So werden jährlich die Startchancen von rund 90 Kindern verbessert.

Welche Wirkung hat das Projekt auf die Gesellschaft und das Zusammenleben?

Das OMA/OPA-Projekt verbindet Generationen. Es entsteht ein Erfahrungs- und Wissensaustausch von dem beide Seiten profitieren. Das Bildungsbewusstsein sowohl der Kinder als auch der SeniorInnen wird im Sinne lebenslangen Lernens gesteigert. Durch enge Schulkooperationen und einen niederschwelligen Ansatz gelingt es sozioökonomische Barrieren zu überwinden. Die Ressourcen für ein selbstbestimmtes Leben werden durch das Lernen im 1:1-Verhältnis gestärkt. Die rund 130 Freiwilligen erhalten eine sinnstiftende Tätigkeit, wodurch gesellschaftlicher Zusammenhalt geschaffen wird.

Wie nachhaltig ist das Projekt? Bezogen auf Vorbildwirkung und Umwelt.

Das Projekt startete 2009 mit vier Lernpaaren und wurde seither erfolgreich erweitert – auch mit Unterstützung durch Respekt.net. Der Aufbau von Beziehungen bildet die Basis für die nachhaltige Lernhilfe und Sprachförderung. Freiwillige engagieren sich oftmals über Jahre im Projekt und begleiten bei Bildungsübergängen. Dabei wird generationsübergreifendes Lernen gezielt genutzt. Das Projekt schafft Orte der Begegnung und des respektvollen Miteinanders. Die ProjektteilnehmerInnen tragen diese positiven Erfahrungen des interkulturellen Beisammenseins an ihr eigenes Umfeld weiter.

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