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Integrationsinitiative Familie 2020

Im Rahmen des Projektes werden Familien aus Kriegs- und Krisengebieten (insbesondere aus Afghanistan und dem Nordkaukasus) mit verschiedenen Maßnahmen unterstützt. Eine aufsuchende Beratung und (psychologische) Betreuung soll den Menschen helfen sich in ihrer neuen Heimat besser zurechtzufinden.
Integrationsinitiative Familie 2020

Bundesland

Kärnten

Themen

Flüchtlinge & Zuwanderung

Initiative/Person/Verein

Verein ASPIS

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10

Die BetreuerInnen sind verlässliche AnsprechpartnerInnen bei unterschiedlichsten Problemlagen (psychische Unterstützung und praktische Hilfestellungen – dazu zählen etwa die Begleitung bei Amtswegen (AMS, GKK, Schule u.v.m.). Gespräche über die österreichische Gesellschaftsordnung und die demokratischen Wertevorstellungen, die Gleichberechtigung der Frauen etc.

Zusätzlich gibt es ein Sportangebot, welches gerade (Mai 2020) wieder gestartet werden kann. Wöchentliches Fußballtraining soll dazu beitragen psychische Belastungen besser verarbeiten zu können und in weiterer Folge auch den Kontakt zu der örtlichen Bevölkerung (bei Fußballturnieren und Freundschaftsspielen) zu festigen. Aufgrund der Covid-Situation ist das Training aber momentan nur eingeschränkt möglich (Abstandsregeln, beschränkte Teilnehmerzahl u.v.m.). Eine weitere Sportgruppe mit afghanischen Frauen ist im Entstehen.

Welche Wirkung hat das Projekt auf die Gesellschaft und das Zusammenleben?

Durch die Begleitung und Beratung der Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten gelingt eine bessere Integration der Familien aus Afghanistan, Tschetschenien und weiteren Ländern. Die Menschen werden mit der Situation in Österreich und auch mit der Vielfalt der Mentalität in Österreich lebender Menschen vertraut gemacht. Durch die psychologische Beratung gewinnen die Menschen an Selbstvertrauen. Insbesondere ist es auch ein Anliegen des Projektes die Rolle der Frauen zu stärken. Die Familien kommen in nicht wenigen Fällen aus Gebieten in denen eine patriarchale Gesellschaftsordnung herrscht – die Rechte der Frauen sind durch fundamentalistische Ideologien (Taliban in Afghanistan…) oft extrem gefährdet. Eine Frauenselbsterfahrungsgruppe und spezielle Beratungen für die Frauen sollen den Selbstwert der Frauen stärken.

Wie nachhaltig ist das Projekt? Bezogen auf Vorbildwirkung und Umwelt.

Die beratenen Familien werden psychisch gestärkt und mit erhöhten Selbstvertrauen ausgestattet. Die Integrationsbegleitung ist auch als Anleitung zur Selbständigkeit in einer neuen Heimat zu verstehen. Gewonnene Erfahrungen werden auch in der Community weitergegeben. Ziel ist es auch die Menschen von den Vorteilen der demokratischen, österreichischen Gesellschaft zu überzeugen. Diese Präventivarbeit trägt dazu bei, dass die Menschen gegen extremistische Ideologien immunisiert werden.