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Internationale Klasse Graz

Der Verein SEKEM-Österreich hat in Kooperation mit der Freien Waldorfschule Graz eine besondere Form der ganzheitlichen Bildungs- und Integrationsförderung entwickelt: In der Internationalen Klasse werden geflüchtete Jugendliche für ihren Pflichtschulabschluss vorbereitet. Zusätzlich werden viele künstlerische und praktische Projekte angeboten.
Internationale Klasse Graz

Bundesland

Steiermark

Themen

Bildung & Ausbildung

Initiative/Person/Verein

SEKEM-Österreich

Webseite

austria.sekem.com/category/projekte/internationale-klasse/

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Schwerpunkte des gemeinnützigen Vereins SEKEM-Österreich sind Interkulturelle Begegnung und Flüchtlingspädagogik. Entsprechend der Menschenrechtskonvention und den Nachhaltigkeitszielen der UNO bemüht sich der Verein seit 2016/17 um jugendliche Flüchtlinge, die nicht mehr schulpflichtig sind, aber keinen Schulabschluss haben. Um zu vermeiden, dass diese Zielgruppe betätigunglos auf den Ausgang ihres Asylverfahrens wartet, haben wir in pädagogischer Kooperation mit der Freien Waldorfschule Graz eine besondere Form der ganzheitlichen Bildungs- und Integrationsförderung entwickelt: In der IK werden die Jugendlichen für ihre Deutschprüfungen und für den Pflichtschulabschluss vorbereitet. Zusätzlich werden viele künstlerische und praktische Projekte angeboten, bei denen österreichische Jugendliche der FWS Graz eingebunden sind. Das steigert die Lernerfolge und vermittelt Fähigkeiten, sich in ein neues kulturelles Umfeld zu integrieren. Ein weiterer Nutzen ist, dass die österreichischen Jugendlichen wechselseitige Integration im praktischen Tun erüben. Bis heute wurden in der Internationalen Klasse rund 130 Jugendliche betreut. Das Projekt wird 2020/21 weitergeführt.

 

Welche Wirkung hat das Projekt auf die Gesellschaft und das Zusammenleben?

Bildung für beschäftigungslose jugendliche Flüchtlinge und Integration, die nicht Einbahnstraße ist, sondern ein von den ausländischen u n d österreichischen Jugendlichen gemeinsam geleisteter Beziehungsprozess!

Österreichische Patenfamilien, die außerhalb der IK den Jugendlichen Halt geben und die durch Vermittlung in Lehrberufe (bisher: Koch, Bäcker, Zerspanung) halfen.

Große Zahl ehrenamtlicher HelferInnen und Solidarität der Zivilgesellschaft, die das Projekt durch Spenden fördert.

 

Wie nachhaltig ist das Projekt? Bezogen auf Vorbildwirkung und Umwelt.

Die Bildungsdirektorin Steiermark (Februar 2018):

"- ein flüchtlingspädagogisches Projekt mit Vorbildcharakter

- Dieses Projekt, das in dieser ganzheitlichen Form bisher an keiner anderen Schule in der Steiermark umgesetzt wird, ist aus meiner Sicht äußerst zu befürworten

- Ich bin der Auffassung, dass es sich im konkreten Fall um ein vorbildliches Modell handelt, das jede Förderung verdient."

Zertifikate der Bildungs- , Nachhaltigkeitsministerien, der Industriellenvereinigung, des Integrationsreferats Graz für "Individualität - Umgang mit Vielfalt" und "Bildung für Nachhaltige Entwicklung".

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