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Präventionsprogramm "Verrückt? Na und!"

Psychische Erkrankungen beginnen oft schon im Jugendalter. Ziel des Programms "Verrückt? Na und!" ist es, Jugendliche für das Thema psychische Gesundheit zu sensibilisieren, es besprechbar zu machen und somit zu "enttabuisieren". VNU zeigt einfache, wirksame Wege, wie man psychische Krisen meistern und psychische Gesundheit stärken kann.
Präventionsprogramm "Verrückt? Na und!"

Bundesland

Burgenland

Themen

Respekt & Vielfalt

Initiative/Person/Verein

pro mente Burgenland

Webseite

www.verrueckt-na-und.at/

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Das Projekt „Verrückt? Na und! Seelisch fit in der Schule“ (VNU) ist eine präventive und gesundheitsfördernde Maßnahme. VNU bringt das Thema psychische Gesundheit an die Schule. Ziel ist es, Jugendliche für das Thema zu sensibilisieren, es besprechbar zu machen und somit zu "enttabuisieren" und "entstigmatisieren". VNU zeigt einfache, wirksame Wege, wie man psychische Krisen meistern und psychische Gesundheit stärken kann. Im Sinne eines universell-präventiven, verhältnis-orientierten Ansatzes nehmen ganze Schulklassen ab der 8. Schulstufe mit deren hauptverantwortlicher Lehrkraft am Programm teil. Ablauf ist ein einzelner Schultag mit einem fünfstündigen Workshop, der von einem Tandem aus fachlicher Expert*in und persönlicher Expert*in durchgeführt wird. In Form von Gesprächen, Gruppenarbeiten, Rollenspielen und Diskussionen werden die Schüler*innen mit dem Thema vertraut gemacht, wobei die Basis dafür die eigenen Lebenserfahrungen sind. Die Möglichkeit der Begegnung mit persönlich Betroffenen ändert nachhaltig gesundheitsförderliche Einstellungen und Verhaltensweisen. Wesentliche Faktoren dafür sind die offenen Gesprächsatmosphäre und die Authentizität der Darstellung von den Betroffen.

 

Welche Wirkung hat das Projekt auf die Gesellschaft und das Zusammenleben?

Psychische Gesundheit ist eine wesentliche Voraussetzung für gutes Lernen und die Verfolgung beruflicher Ziele. Die Förderung psychischer Gesundheit, der Aufbau von Resilienz und die Prävention psychischer Störungen sollten bereits im Kindes- und Jugendalter beginnen - auch hinsichtlich Entstigmatisierung. Auswirkungen rund um Covid 19 haben auch Kinder und Jugendliche betroffen - Gesundheits-expert*innen erwarten einen massiven Anstieg psychischer Erkrankungen, die enorme gesellschaftliche Kosten mit sich bringen. Von der WHO wird dringend empfohlen, präventive Maßnahmen, wie z.B. VNU in der Schule zu implementieren.

 

Wie nachhaltig ist das Projekt? Bezogen auf Vorbildwirkung und Umwelt.

VNU ist ein langjähriges, evaluiertes Programm, das bereits seit 20 Jahren in Deutschland und seit 2015 auch in Österreich sehr erfolgreich umgesetzt wird.

Zielgruppenspezifische Lernmaterialien und auf das jeweilige Bundesland adaptiertes Informationsmaterial mit unterschiedlichen Hilfsangeboten werden zur Verfügung gestellt. Es gibt die Möglichkeit der Nachbesprechung und Reflexion mit den jeweiligen Lehrer*innen und Expert*innen. Die nachhaltige Wirkung wurde in verschiedenen Evaluationen durch das Institut für Sozialmedizin, Arbeitsmedizin und Public Health der Uni Leipzig belegt.

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