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#ROLLInGraz

#ROLLInGraz ist ein Bildungs- und Entwicklungsprojekt, das einerseits gesellschaftlich für soziale Inklusion und Barrierefreiheit sensibilisiert und andererseits auf niederschwellige Art und Weise sowohl LehrerInnen wie auch SchülerInnen die sinnvolle Nutzung von digitalen Elementen und MINT näher bringt.
#ROLLInGraz

Bundesland

Steiermark

Themen

Bildung & Ausbildung

Initiative/Person/Verein

LINK4VIEW - Verbund für Vielfalt, Inklusion, Entwicklung und Wirkung

Webseite

www.facebook.com/link4view

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#ROLLInGraz wurde als Projekt konzipiert, dass inhaltlich und ortsunabhängig übertragbar ist. Das Pilotprojekt fand im Herbst 2019 in Graz statt und lief erfolgreich mit der Teilnahme von über 100 LehrerInnen und SchülerInnen. In Kleingruppen wurde die Grazer Innenstadt erkundet, Geschäfte, WC-Anlagen, Tourismusziele oder Haltestellen nach einer Vorgabe auf Barrierefreiheit gecheckt, durch Nutzung von Apps vor Ort vermessen, fotografiert und die Information direkt auf www.wheelmap.org hochgeladen (Kooperation #travelable). Gleichzeitig haben die Kinder (3/4 Klasse VS) mit den Geschäftsinhabern über mögliche Verbesserungen zur Barrierefreiheit eifrig diskutiert. An einem gemeinsamen Sammelpunkt wurden die neu markierten Punkte auf einer Leinwand projiziert (über 60 Markierungen in 4 Stunden) und kindgerecht gefeiert und diskutiert. In einem bereits im Vorfeld geführten Diskurs (DesignThinking) mit TeilnehmerInnen entstand das "ROLLinGraz" - ein Uhrturm im Rollstuhl, der im Rahmen dieses Tages mit den Kindern auf dem 3D-Drucker fertiggestellt wurde. Es ist nicht nur Maskottchen sondern hat viele Verknüpfungen in den inklusiven Unterricht wie Deutsch, Werken, Mathe- oder Sachunterricht.

Weitere Informationen: link4view.at

 

Welche Wirkung hat das Projekt auf die Gesellschaft und das Zusammenleben?

#ROLLInGraz ist ein Bildungs- und Entwicklungsprojekt. Es sensibilisiert innerhalb der Gesellschaft für soziale Inklusion und Barrierefreiheit genauso wie es digitale Elemente und MINT in den täglichen Unterricht niederschwellig integriert. Dadurch werden auf SchülerInnen wie auch LehrerInnenebene Berührungsängste im Umfeld der digitalen Entwicklung abgebaut. Durch das pädagogische Gesamtkonzept ist es vielseitig, interdisziplinär und inklusiv vernetzt einsetzbar.

 

Wie nachhaltig ist das Projekt? Bezogen auf Vorbildwirkung und Umwelt.

Das Projekt zeigt die Innovationskraft, die auch von außen auf Bildung und soziale Inklusion wirken kann. Der Zugang über Kinder und LehrerInnen ist nachhaltig, weil es eine Kombination aus Kunst, Spannung, Spiel, Digitalisierung und Fortschritt darstellt und Mehrwert für alle Teile der Gesellschaft bringt. Bis heute gibt es Anfragen für Folgeveranstaltungen, Rückmeldungen und laufende Markierungen auf der Wheelmap. Kinder bekommen vor allem auch das Gefühl, selbst einen wertvollen Beitrag zu leisten. Viele LehrerInnen sehen das Smartphone erstmals ohne Spiel. Am Tag des Pilotprojektes wurden in Graz über 100 Markierungen vorgenommen, bis heute sind es insgesamt ca. 2000! (Stand. Juli 2020).

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